In Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg (HAW) und der Bezalel Academy of Arts & Design in Jerusalem unterstützt die Initiative für Bildung und Erziehung ein schon seit 10 Jahren bestehendes Stipendium für das Austauschprogramm zwischen den beiden Hochschulen. Seit 2011 trägt dieses Reisestipendium die Namen des israelischen Künstlers Jehuda Bacon und seiner Frau Leah Bacon.

Bisher konnten 45 Studierende durch die Zuwendungen, die sie als Stipendiaten erhielten, unterstützt werden

Jehuda Bacon
Der heute berühmte israelische Künstler Jehuda Bacon studierte in den 1940er Jahren selbst an der Bezalel Academy. Als Holocaustüberlebender, der nach dem Zweiten Weltkrieg alleine nach Palästina auswanderte und in schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen 1946 sein Studium aufnahm, kennt er die finanziellen Probleme, die ein Studium mit sich bringt. Jehuda Bacon aber konnte Studieren, weil andere Menschen ihm halfen.

So konnte er Künstler und Studierende vieler Länder kennen lernen, weil er von anderen Menschen bei seinem Studium finanziell unterstützt wurde. Und so wünscht er sich, dass talentierte Studierende in problematischen finanziellen Situationen ebenfalls durch förderungsbereite Menschen unterstützt werden, damit sie unterschiedliche Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen kennen lernen können und ebenso wie er durch diese Erfahrungen bereichert werden. Und so dient das Stipendium nicht nur den Studierenden, die hiermit unterstützt werden, sondern auch dem Namensgeber Jehuda Bacon, der sich wünscht, dass auch heute Studierende in ähnlicher Weise Unterstützung finden, wie er sie damals erhielt.

Leah Bacon über das Stipendium:
Ich war selbst Stipendiatin, als ich an der New York University studierte. Ohne Stipendien wäre es mir nicht möglich gewesen, an einer so großen Universität in einer der größten Städte in der Welt zu studieren. Dort zu studieren war eine einschlägige und großartige Erfahrung, besonders für jemanden wie mich, der aus einer außergewöhnlich behüteten Umgebung stammte.
Meine Eltern emigrierten 1920 aus einer kleinen Stadt in der Ukraine nach Amerika, um den sehr schwierigen ökonomischen und sozialen Bedingungen zu entfliehen. Beide hinterließen eine große Familie, deren Mitglieder alle im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden. Ich erlangte meinen Bachelorabschluss in englischer Literatur und dann meinen Master in englisch-irischer Literatur an der New York University. Der Betreuer meiner Dissertation kam aus Irland und viele StudentInnen, mit denen ich den größten Anteil meiner damaligen Freizeit verbrachte, hatten irische Wurzeln. Ich verliebte mich in Irland und die irischen Menschen, wegen ihrer wechselhaften Geschichte und ihre großartigen Schriftsteller und entschied mich, die Recherchen für meine Dissertation auf den Aran Inseln an der irischen Westküste durchzuführen. Meine Eltern versuchten, mich dazu zu bringen, meine Entscheidung zu überdenken, weil sie sich nicht vorstellen konnten, dass ihre Tochter an einen so fremden Ort ziehen würde.
Doch einer meiner Professoren hatte einen Verwandten, der an der Hebrew University in Jerusalem lehrte und empfahl mir, eine Reisepause zu machen, bevor ich nach Irland fahren würde. Er fragte nach, ob ich ein Jahr in Jerusalem lehren könnte, was ich gerne tat. Ohne die Unterstützung durch mir zugewandten Menschen wäre ich niemals so weit gekommen.

Weitere Informationen
Für weitere Informationen zum Stipendium und zur Bewerbung können sich Studierende an Nir Alon, International Coordinator HAW Hamburg / Faculty DMI (nir_alon@hotmail.com), oder direkt an die Initiative für Bildung und Erziehung e.V. wenden.

Stipendiaten

Für weitere Informationen zum Stipendium und zur Bewerbung können sich Studierende an Nir Alon, International Coordinator HAW Hamburg / Faculty DMI (nir_alon@hotmail.com), oder direkt an die Initiative für Bildung und Erziehung e.V. wenden.

Gal Mor

My name is Gal Mor and i’m from ISRAEL, i’m 25 years old, student in Bezalel Academy of Art & Design at the department of Visual Communication.

I’m living in jerusalem this days. My mainly interests is illustration and graphic design.

All the time, from a young age i want to make the world around me more beautiful and smart. from renovation object, writing songs and sketching in old magazine. my family and freinds around me give me a lot of inspiration. In this part of my life i’m so excited to learn,discover and create in different place in the world, it will be a wonderful experience.

Dar Laor

My name is Dar Laor, i’m 26 years old. I was born and raised in Netanya and currently living in Jerusalem. I’m a visual communication student at the Bezalel academy of arts and design, currently on my 6th semester. My passion for design originates in my fund for words, phrases, neck riddles and puns. I decided to skip linguistics studies and to combine my love for words with my interest in handcarts, colors and shapes.
Along the way I discovered the wonderful world of illustration, who taught me that sometimes a clever illustration can be even more accurate than a verbal massage. I try to juggle between typography and layout design through info graphics and and illustration.
I believe in design as a practical method – to simplify complexed information in order to create comprehensive, accessible and pleasant experience.

Neta Soreq

My name is Neta Soreq. I’m a 25 years old student for fashion and accessories design from Bezalel Academy of arts and design in Jerusalem.
All my life, I had hobbies with a creative, artistic aspect. I took part of military service as Tirounut commander .I decided to choose an academic studies, involving creation of the space surrounding the body.
Fashion is a kind of art we all take part in, day by day, even if we aren’t always aware of it. The decision what to wear – from underwear, through upper wear to anything that accompanied the body.
I have family roots in Germany and now I’m an exchange student in Hamburg. I enjoy discovering the great art that’s being made here, both in the academic term and in the underground level. I would like to strengthen my skills and expand my knowledge, with all the means the city and the university has to offer.
Throughout my projects i try to find new ways to express myself. I believe in creative innovation as the main way of thinking in order to contribute the way of living.
During my studies in Bezalel I created shoes made by a 3D machine. It was the first time to create this kind of shoes in Bezalel. The shoes were made in modernistic technique and new material. The design of these shoes examples the presence of the foot without it’s even being worn.

Sagi Arad

My name is Sagi Arad , I’m 28 years old, student of Visual Communication from Bezalel Academy Israel. I’m living in Jerusalem this days ,but i originally from Haifa.
Since I was young I was always interested in painting and design, and today I am living the dream and study design. My Interests are mainly typography and illustration, two different worlds, one reflects the visibility of language and illustration is imagination. All that’s left is to mix everything and added some colors and create something new , It could be political drawing, poster for concert or illustration for animal rights.
Apparently I’ll not gonna save the world like Superman, but I’ll try my best to make it much more safe for people and do my best to make it more beautiful and more understandable to the people around me.

Maya Bilman

Mein Name ist Maya Bilman und ich studiere Kommunikationsdesign an der Bezalel, Academy for Art and Design in Jerusalem. Schon als ich jung war, habe ich immer gemalt, gezeichnet und Gegenstände hergestellt. Ich konnte meine Hände niemals stillhalten. Der Akt des Schaffens, der immer eine Art Instinkt für mich war, entwickelt sich nun für mich von einem Hobby zu einer Profession. Ich studiere im sechsten Semester und suche noch immer nach meiner eigenen Handschrift im Design und in der Illustration. Ich liebe diesen Lernprozess und spüre, dass das Designstudium meine Augen und meinen Geist für sichtbare Welt geöffnet hat, die uns alle umgibt. Die Hochschule ermöglicht es mir, in einem Umfeld, dass sich allein auf die Schöpfung von Kunst konzentriert, in dem ich in größtmöglicher Freiheit experimentieren kann, zu arbeiten und zu „wachsen“.

Yoni Khai

Aufgewachsen im Süden Israels, studiert er am Seminar für visuelle Kommunikation der Bezalel Academy of Art and Design. Er hat ein Auge für verschiedene Formen und Darstellungsmöglichkeiten von Objekten. Er mag es, interessante Gegenstände zu sammeln, die er auf der Straße findet. Von den verschiedenen Buchstabensystem und ihren spezifischen Designs ist er fasziniert. Die hebräischen Buchstaben in ihrer komplexen geometrischen Erscheinungsform, die Klarheit und Struktur der lateinischen Buchstaben und das Fließende der arabischen Schrift beeindrucken ihn. Sein Interesse gilt auch der Verbindung von typographischem Design, Grafikdesign und Illustration. In seinem Studium versucht er, herauszufinden, wie man diese drei Teile des Designs an besten mischen könnte.

Noam Weiner

Ich studiere am Seminar für visuelle Kommunikation an der Bezalel Academy for Art and Design in Jerusalem. Ich lebe in Jerusalem direkt in der Nähe des Mahane Yehuda Marktes. Geboren wurde ich in Tel Aviv, und so wuchs ich mit israelischem Design und israelischen Illustrationen auf, wie jenen von Rutu Modan oder Dudu Geva. So wusste ich schon immer, dass ich Illustration studieren wollte und die Bezalel erschien mir dafür die beste Adresse zu sein. Das ist ebenso der Grund, warum ich an die HAW wollte, die eine bekannte Hochschule für Illustration ist. Deutschland ist insgesamt ein Land mit einer an Kunst und Design reichen Geschichte, das auch heute noch eine wichtige Rolle in der Kunstwelt spielt. Ich freue mich sehr, neue Dinge zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln, während ich in Hamburg bin.

Theresa Volpp

Das oben abgebildete Portrait(Acrylfarbe) entstand am Ende des ersten Semesters an der HAW Hamburg in dem Malereigrundkurs von Herrn Gudenau. Dazu möchte ich lediglich ein Zitat aus dem Buch „Vom Geheimnis in der Kunst” von Georges Braque beifügen, das ich sehr schön finde:: „Das Geheimnis eines Gemäldes hinweg zu erklären – wenn so etwas überhaupt möglich ist – würde nicht wieder gut zu machenden Schaden anrichten, denn wer etwas erklärt oder definiert, setzt die Erklärung oder die Definition an die Stelle der eigentlichen Sache.”

Tsach Weinberg

Mein Name ist Tsach Weinberg. Ich bin 24 Jahre alt und bin in Jerusalem geboren und wuchs in einem kleinen Dorf namens Meitar auf. Seit ich ein Kind war, habe ich den Drang, Dinge zu erschaffen. Ich war von Technologie und Wissenschaft fasziniert, aber ebenso von Kunst und dem Fantastischen. Das hat mich zu dem gebracht, was ich heute mache. Ich finde, dass die Illustration ein sehr ausdrucksstarkes Mittel ist, Ideen und Erfindungen zum Leben zu erwecken. Ich mag solche Art von Kunst, die eine Geschichte zu erzählen hat und versuche, diesem Gedanken Rechnung zu tragen, wenn ich selbst an eigenen Illustrationen arbeite.

Die Seiten, die ich hier zeige entstammen einer imaginären Anleitung, die ich entwickelt habe. Das Hauptthema ist die Frage, wie die moderne Welt von technischen und elektronischen Erfindungen beeinflusst wird.

Meike Schlemmer

Diese Zeichnung ist im des Comicbuchprojekts “beautox #1″, zusammen mit 12 weiteren Zeichnern und einem “Schreiber” entstanden. die Geschichten und Bilder wabern um ein in die Gruppe geworfenes Foto, dass assoziativer Ausgangspunkt für die entwickelten Arbeiten ist. Mein Beitrag besteht aus einem 13-seitigen Comic, worin zunächst nebensächliche Dinge an Bedeutung gewinnen und etwas Neues hervorrufen.